Gemeindeabend 13. Mai 2014 mit Nicola Limburger

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Der interessante Bericht von Nicola Limburger - die auf ihrem Heimaturlaub Station in Öschingen machte - gab den fast 75 Besuchern in Wort und Bild  einen aktuellen Einblick in die Dorfgesundheitsarbeit in Rumbek und die brisante politische Lage im Südsudan.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Besonders beeindruckend waren die Videoclips über die Rituale der Dinka-Männer  rund um deren „heilige Kühe“ im Cattlecamp sowie andererseits die rhythmischen Gesänge und Tänze der traditionellen Hebammen anlässlich deren Fortbildungskurse, nicht weniger die Berichte über lebendige Gottesdienste von Jung und Alt - oft unter freiem Himmel. Nicola Limburger informierte auch über die vielfältigen Behandlungen - insbes. von Malaria, Aids und Durchfallerkrankungen - in den beiden Kliniken, von denen leider eine kürzlich beim Überfall bewaffneter, rivalisierender Banden  weitgehend zerstört wurde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dankbarkeit war auch spürbar, dass die eigentlichen kriegerischen  Auseinandersetzungen Rumbek bisher nicht erreicht haben, sondern andere umkämpfte Städte und (Öl)Regionen im Norden und Osten des Landes (z.B. Bentiu, Malakal) betrafen. Auch der unumgängliche Einsatz von Wachmänner zum Schutz des Compounds rund um das bescheidene kleine Häuschen Nicolas ist  Anzeichen für die angespannte Lage. Auf unsere Fragen „Quo vadis Südsudan?“, hatte auch Nicola keine wirkliche Antwort - insbes. wie dem allgegenwärtigen Hass, gerade zwischen den Ethnien der Dinka und der Nuer und damit den  Anhängern von Präsident Salva Kiir (Dinka) und Rebellenchef Riek Machar (Nuer) Einhalt zu bieten wäre.

Skeptisch war sie auch, ob der jüngste, auf Druck der USA und der UNO unterzeichnete Waffenstillstand vom Freitag 9. Mai - über erste Verstöße dagegen wurde schon wenige Tage später berichtet - von Dauer sein wird. Dass gerade auch mit  dem Evangelium die Gewaltspirale durchbrochen werden kann, hat Nicola Limburger zwar nicht aufgegeben, dies aber auch uns mit unseren Gebeten ans Herz gelegt; ebenso die drohende Gefahr von Epidemien wegen der der Regenzeit und anschließenden Hungerkatastrophen im Land. Aber dennoch war sie optimistisch, mit den 23 Mitarbeitern, insbes. mit Jackson als ihrem engsten Mitarbeiter vor Ort, nach ihrer Rückkehr Anfang Juni die Klinik wieder aufbauen zu können und die Dorfgesundheitsarbeit  mit der örtlichen Kirche (ECS) und den Hilfsorganisationen (AIM) für die Menschen in Rumbek, vor allem auch der vielen Kinder, weiterzuführen – auch mit den Projektspenden aus Öschingen, wofür Nicola Limburger herzlichen Dank überbrachte, zeichenhaft mit von den Frauen in Rumbek angefertigten Gebetskreuzen aus Palmwedeln..