"Begegnungen im Land der Bibel"

Israel - "Ich bin der Herr, dein Gott, der Herr der Heerscharen; ich habe mein Wort in deinen Mund gelegt und habe dich unter dem Schatten meiner Hände geborgen, auf dass ich den Himmel von Neuem ausbreite und die Erde gründe und zu Zion spreche: Du bist mein Volk!" (Jesaja 51,15-16)

Diesem Gott durften wir auf unserer Reise in vielfältiger Weise begegnen: Wir sahen die Reichtümer des Landes; wir erlebten nur liebenswürdige Menschen, die ihr Herz für uns geöffnet haben; und wir spürten den Atem Gottes an vielen Orten, in vielen Liedern, Zeugnissen, Predigten und Gebeten. Sein Segen hat unsere Reisegruppe zu einer herzlichen Gemeinschaft verbunden (17-81 Jahre alt) und uns auch zum Segen für sein Volk werden lassen.
Hier ein paar Stichworte zum Reiseprogramm: Kreuzfahrerstadt Akko, Baden im Mittelmeer, Jesreelebene, Kibbuz, See Genezareth (mit vielen Geschichten und Orten der Bibel, Bootsfahrt), Golanhöhen, Jordantal, Totes Meer (reinliegen und versuchen wieder aufzustehen!), Qumran, Ölberg, Gethzemane, Golgatha, Gartengrab, Christ-Church-Areal, Bazar, Klagemauer, Altstadt, …
Gemeinsamer Gottesdienst mit arabischen Christen in Rama (ziemlich lebendig!), Besuch des Gottesdienstes (2,5h!) bei der Pniel-Gemeinde in Tiberias; wir haben gebacken, gesungen und getanzt mit Holocaust-Überlebenden in Shavei Zion und in Jerusalem. Heilung durfte dadurch geschehen. Und ich soll von den Leuten von ZEDAKAH liebe Grüße und herzlichen Dank für das Gemeindeopfer (500,-€) überbringen!
Israel ist viel offener und unkomplizierter, als ich es mir, bedingt durch die Medienberichte usw., vorgestellt hatte. Da wird einer arabisch/christlichen Gemeinde der Bauplatz für den Bau einer Kirche (dürften wir gerne finanziell unterstützen!) von der iraelischen Stadtverwaltung geschenkt; da werden wir als Deutsche überall herzlich aufgenommen; da durften wir an vielen Orten ein multikulturelles und multireligiöses Sammelsurium in friedlichem Zusammensein erleben. Wir haben eine völlig ungestörte und entspannte Reise verbracht und können nur Mut machen, Israel selber einmal zu besuchen. Eine Teilnehmerin unserer Reise hat das Land als "Perle" im Nahen Osten bezeichnet.
Mir persönlich sind verschiedene Erlebnisse unter die Haut gegangen, hier nur ganz kurz zwei Begebenheiten: Bei der Verabschiedung im Kibbuz kamen wir noch ins Gespräch über die Sorgen und das Bild von Israel mit und in der Welt. Unter Tränen sagte mir die Dame von der Rezeption: "Please bring our Love and our Shalom to the World! – Bitte tragen Sie unsere Liebe und unseren Friedensgruß hinaus in die Welt!". Wir haben uns umarmt.

 

Zum Anderen möchte ich bezeugen, wie ein ev. Christ betend an der Klagemauer in Jerusalem lehnen darf, in aller Schwäche und Menschlichkeit, und spüren, wir der Herr gerade auch an diesem Ort lebendig, ja zuhause ist und unsere Herzen mit seinem Volk verbindet. In der Christ Church Jerusalem (beim Yaffa-Tor) ist dies in Anlehnung an Römer 11,17-24 in einem Kirchenfenster dargestellt: Der Ölbaum mit den eingepfropften "wilden" Zweigen (Kreuzform, links) und vielen ursprünglichen Zweigen (Menorah-Form, rechts). Dabei tragen, versorgen und durchströmen uns dieselben Wurzeln und Lebenssäfte. Gott hat uns Christen adoptiert und wir sind zusammen mit seinem Volk Israel eine Familie; das durften wir sehr eindringlich erleben.

 

 

Hier unser Friedensgruß (Psalm 122):

"Wünschet Jerusalem Glück! Es möge wohl gehen denen, die dich lieben! Es möge Friede sein in deinen Mauern und Glück in deinen Palästen! Um meiner Brüder und Freunde willen will ich dir Frieden wünschen. Um des Hauses willen des HERRN, unseres Gottes, will ich dein Bestes suchen."   

 (Bericht: Hartmut Grauer)