„Geld regiert die Welt – oder“?

 

Einzige Währung im Himmel ist die Liebe, mit diesem Satz zitierte der Steinlachbote vom
15. März 2014 den Schlusssatz von Gottlob Hellers Vortrag beim Männervesper im evangelischen Gemeindehaus.
Das Team vom Männervesper, eine Gruppe Männer aus der evangelischen Kirchengemeinde hatte den ehemaligen Bankvorstand und jetzigen Ortsvorsteher aus Talheim zu dem Thema eingeladen: „Geld regiert die Welt – oder“?

Das 15. Öschinger Männervesper im Gemeindehaus war wie gewohnt gut vorbereitet,
vor allem auch das Vesper, dieses Mal, Linsen, Spätzle und Saitenwürstle hatte schwäbische Feinschmeckerqualitäten.
Der Andrang war so groß, dass kurzfristig noch Tische und Stühle aufgebaut werden mussten. Rund 8o Männer waren der Einladung gefolgt.
In seiner ruhigen, herzlichen Art führte uns Gottlob Heller durch seinen Vortrag. Natürlich kam an diesem Abend die  Rede sehr schnell auf das Thema Gier (Uli Hoeneß wurde am Nachmittag zu über 3  Jahren Gefängnis wegen Steuerhinterziehung verurteilt). 

 

Anschaulich zeigte uns Gottlob Heller, dass 10 Prozent der Bevölkerung in Deutschland über 60 Prozent des Nettovermögens verfügen.
Das Nettovermögen des reichsten Deutschen wird seriös auf 17 Milliarden geschätzt, nur um ein paar Zahlen zu nennen.
Gottlob Heller war Vorstandsvorsitzender der Volksbank Gomaringen – Härten und so konnte er aus langer Berufserfahrung auch darstellen, dass Genossenschaftsbanken und Sparkassen von ihrer Struktur her eher Privatkunden und Mittelstand betreuen und ihren Kunden „Mündelsicherheit“ gewähren.

Die großen Privatbanken beschäftigen sich eher mit der Industrie und mit Großbanken.
Hier ging er auch auf die Bankenkrise von 2009 ein. Das System der Großbanken, teils international führte zu dieser Krisensituation, in der viel Geld und Vermögen  kaputt gemacht wurde. Insgesamt  12 Billionen betrugen die Gesamtverluste.
Sein Fazit, Genossenschaften und Sparkassen haben schon auf Grund ihrer Gründungsideenund ihren ganzen Strukturen seriöser gehandelt.

 

Im Schlussteil seines Vortrages ging Gottlob heller der Frage nach: „Was sagt die Bibel über Geld und Besitz“?
Er zeigte auf, dass die Bibel Geld uns Besitz nicht generell verurteilt. Vielmehr gibt sie uns Wegweisung zum Umgang mit Geld, Besitz und Reichtum.

Zum reichen Jüngling beispielsweise sagt Jesus:
„Verkaufe alles was du hast und gib es den Armen. Die Bibel will uns klar machen, dass wir mit unserem Besitz und Geld in Verantwortung vor Gott leben sollen. Das bedeutet wir müssen bereit sein, Besitz und Geld zu teilen.
Geld regiert die Welt – oder? Kann sein – Ja!
Mein Geld und mein Beitz kann mich und meinen Lebensstil bestimmen, aber es liegt an mir, ob ich mich vom Geld regieren lasse!

(Text: Wilhelm Georg Merk )