Männervesper mir Oliver

Zum ersten Männervesper 2017 durften wir diesmal ungefähr 50 Männer und als Referenten Oliver Frey vom Lebenszentrum Wörnersberger Anker begrüßen. Unter der Überschrift „Was lange gärt, wird endlich Wut“ stand sein Referat an diesem Abend.
Nachdem wir bei exzellenten schwäbischen Maultaschen den „Vesper“-Teil unseres Abends vorzüglich
bewältigt hatten, kamen wir dann zum „Männer“-Teil. Gerade uns Männern wird ja oft nachgesagt, eine
besondere, wenn nicht sogar lebhafte Beziehung zu Aggressionen zu haben. Dieser These und überhaupt der ganzen Bandbreite von Aggressionen konnten wir dank O. Frey an diesem Abend nachspüren. Aufgrund seiner sympathischen Art stellte er in kürzester Zeit einen sehr guten Draht zu uns Männern her, so dass es leicht fiel, seinen Ausführungen aufmerksam zu folgen.
Zuerst erinnerte er uns daran, dass Gefühle und somitauch unsere Aggressionen etwas von Gott Gegebenes sind und uns somit auch zum Guten dienen sollen. Dies wirft natürlich dann die Frage auf: Wie erlebe ich meine Gefühlswelt? Eher als etwas Gutes, Bereicherndes oder eher als belastend, bedrohlich, weil nicht vollständig zu kontrollieren?

Oliver ermutigte uns dazu, offensiv, bewusst und bejahend mit unseren Emotionen umzugehen, da dies auch der erste Schritt ist, den Gefühlen die richtige Rolle zuzuweisen: sie sollen uns dienen und nicht beherrschen! Wie wichtig es ist, unsere Gefühle zu beachten, veranschaulichte er uns im Vergleich mit den Kontrollanzeigen eines Autos. Hier ist es auch so, dass wir reagieren müssen, wenn ein rotes Lämpchen leuchtet, und es nicht ignorieren dürfen. Auch unser Herr Jesus war nicht frei von Emotionen und Zorn. Dies rief uns O. Frey nochmal in Erinnerung mit dem Verweis auf verschiedene Stellen der Bibel wie etwa die Tempelreinigung. Ein gutes Beispiel, dass Zorn und Aggression heutzutage fast immer nur negativ behaftet sind, obwohl es im Leben auch Situationen gibt, wo uns solche Emotionen dienen können oder sogar sollen. Damit sie uns aber dienen und wir nicht Sklaven unserer Gefühle sind, gab uns O. Frey zum Schluss noch einige Tipps an die Hand, wie wir einen guten Umgang mit unserer Gefühlswelt finden können. Am Anfang steht hier die Bejahung der Emotionen, denn wenn wir sie unterdrücken, tauchen sie an anderer Stelle wieder auf. Bewusstes Wahrnehmen soll uns helfen festzustellen, was sich in uns bewegt, und ermöglicht ein verantwortliches Handeln im Erkennen unserer Bedürfnisse. Nur im ehrlichen Umgang mit unseren Gefühlen und damit auch Aggressionen können wir zu ganzheitlichen und somit auch verantwortungsvollen Menschen werden. So danken wir vom Männervesper-Team allen Männern, die sich aufmachten, und Oliver Frey von ganzem Herzen für sein Referat und wünschen ihm und seiner Familie Gottes Segen.

Andreas Grauer