Digitales Gemeindeleben während der Corona-Pandemie

Wegen der Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus und dem Versammlungsverbot des Staates, fallen alle Veranstaltungen bis auf Weiteres aus.

Wir wollen unser Gemeindeleben aber nicht einstellen sondern auf neue Weise weiterführen. Darum werden wir Ihnen an dieser Stelle Andachten und Online-Angebote für Jung und Alt bereit stellen.

In dieser schwierigen Zeit richtet Pfr. Lämmer einen mutmachenden Gruß an die Gemeinde.

Gottesdienst zu Hause feiern

Ein zentraler Baustein des Gemeindelebens ist der Gottesdienst im Wohnzimmer. Bis auf Weiteres nehmen wir den Gottesdienst auf und Sie können daheim mitfeiern.

Gottesdienste und Predigten zum Nachhören

 

Video-Gottesdienst am 25. Oktober mit Pfarrer Lämmer

Gottesdienst am 25. Oktober 2020 von der Kirchengemeinde Öschingen

Download Link: https://vimeo.com/kgoeschingen/download/471926591/62e0cff5b7

Online Kindergottesdienst

Sonntags um 10 Uhr bieten die Kindergottesdienstverbände der EKD im Livestream auf ihrem neuen YouTube-Kanal "KircheMitKindern-digital" einen Kindergottesdienst an.

Weitere Informationen zum Württ. Evang. Landesverband für Kindergottesdienst finden Sie unter www.kinderkirche-wuerttemberg.de

Andachten

Ermutigende - Besinnliche - Tröstende Worte unseres KGRs:

Andacht zum 27. Mai - Ich weiß, dass Gottes Gebot das ewige Leben ist

Andacht zum 24. April - Du bist, wer Jesus sagt, dass du bist!

Andacht zum 17. April - Selig sind, die nicht sehen und doch glauben

Andacht zum 10. April - Denn wir sind gerettet auf Hoffnung hin

Andacht zum 03. April - Klopfet an so wird Euch aufgetan

Andacht zum 27. März - Meine Zuversicht ist bei Gott

Joh. 12,50: "Ich weiß, dass sein (Gottes) Gebot ist das ewige Leben."

Zu Anfang einen herzlichen Gruß an alle Leser!
Ich hoffe Gott begegnet Ihnen ganz persönlich im Nachdenken und Hören über Seinem Wort!
Eigentlich war mir für heute der Wochenspruch aus Johannes 12,32 vor Augen gekommen, aber dann hat Gott mich weiter geführt in das ganze zwölfte Kapitel hinein. Und das ist total spannend:

© Pixabay

… besucht Martha und Maria in Bethanien und vespert/isst dort mit Lazarus, den er ja kurz zuvor vom Tod erweckt hatte.
Viele Juden waren unterwegs, um Jesus und Lazarus zu sehen, klar! Als Jesus dann in Jerusalem einzog, nannte ihn das Volk „König der Juden“ und jubelte ihm zu. Alle Welt lief ihm nach.

Doch dann verändert der Text seinen Charakter. Jesus selbst kommt zu Wort (ab Vers 23) und es wird schnell deutlich, dass das 12. Kapitel im Johannesevangelium zu den besonderen Stellen in der Bibel gehört, an denen Gott tiefe himmlische Wahrheiten ausbreitet und ein Stück der göttlichen Zusammenhänge offenbart:

- Jesus redet von seiner Verherrlichung.
- Wer sein Leben lieb hat, wird es verlieren. Wer sein Leben hier hasst (?) wird es zum ewigen Leben hin erhalten.
- Wo Jesus ist, soll sein Diener auch sein. Er will alle zu sich ziehen.
- Glaubt an das Licht, solange ihr's habt, damit ihr Kinder des Lichtes werdet.
- Obwohl Jesus Zeichen und Wunder vor ihren Augen tat, glaubten sie doch nicht an ihn.... Andere glaubten, aber bekannten es nicht, um nicht ausgeschlossen zu werden....Sie hatten lieber Ehre bei den Menschen als Ehre bei Gott. (Trotz „Königseinzug“ in Jerusalem)
- Jesus aber rief (!).....Es geht um Gott, den Vater.......ich bin als Licht gekommen, um das zu zeigen. Ich bin da, um die Welt zu retten, nicht zu richten.
- Das Wort, Gottes Wort (!), das ich euch gegeben habe, wird euch am Jüngsten Tag richten.

Lesen Sie bitte das Kapitel in Ruhe durch und hören Sie darauf, was Ihnen wichtig wird.
Am Ende des Kapitels, in Vers 50, finden Sie das nachfolgende Wort. Das war die Bibelstelle, die Gott mir für diese Andacht vorbereitet hatte. Beim Nachforschen über den Sinn dieses Verses bin ich auf eine wertvolle Auslegung von Samuel Keller gestoßen. Sie soll die eigentliche Andacht für heute sein. Hier der Bibelvers und die Auslegung:

«Und ich weiß, dass sein (Gottes) Gebot ist das ewige Leben.» Joh. 12,50

----------
Das Gebot, das der Vater dem Sohne gegeben hat, dass er es ausrichte und davon zeuge, ist das ewige Leben für die Menschheit. Damit diese ganze wertvolle Gottesschöpfung nicht dem ewigen Tode verfalle, sondern herausgerettet Anteil am Leben Gottes und Christi bekomme - dazu kam Jesus, dazu lehrte, litt und starb er.

Merkwürdig, dass solch ein Gebot nicht brausende, jauchzende Zustimmung aus jeder Menschenseele bekommt! Warum verhalten sich die Leute gegen dieses großartige Gottes-Gebot: ,,Ihr sollt ewig leben!" so teilnahmslos?

Weil es von der Sünde scheidet, weil es uns auf Gottes Seite ruft, weil es aus der Selbstverliebtheit herausreißt und uns binden will an Gott mit Seilen der Liebe - darum überlegt sich die Menschheit immer noch, ob sie sich rücksichtslos seinem Gebote fügen soll.

Es kommt nun noch der Irrwahn hinzu, als ob man ohne Christum auch schon im Besitz von ewigem Leben sei. Nein, außer Christus ist nur Tod!
Ach, dass die Decke von euren Augen genommen würde und ihr erkenntet, ehe es zu spät ist,
wie nahe euch die selige Gottesgabe ist: Leben und volles Genüge.
Ach, dass wir bessere Verkündiger dieses Lebens würden im Lande der Sterbenden!

Du weißt, Herr Jesu, dass der Vater ewiges Leben geben will, wie einen Strom! Wir glauben es
auch; dann lege deine Worte in unsern Mund, dass wir besser davon zeugen können und ziehe
die Herzen zu deiner heilsamen Gnade. Amen.

(Autor: Samuel Keller * 15.03.1856; † 14.11.1924, deutscher protestantischer Theologe und Schriftsteller)
----------

(eigenes Bild)

Die Herrlichkeit Gottes können wir uns mit der kühnsten Phantasie nicht vorstellen. Leben in Seiner ganzen Fülle!

Daneben ist aller Glanz dieser Welt wie das Land der
Sterbenden.

So können wir beten:

Danke, Vater, für Dein „Gebot des ewigen Lebens“. Die ersten Strahlen Deiner Herrlichkeit haben mich getroffen und mein Herz tief bewegt. Ich will ganz Dir gehören, vergib mir meine Selbstverliebtheit. Nimm weg, was mich von Dir trennt und nimm mich hinein in Dein neues Leben. Amen.

Hartmut Grauer